Getriebeumbau von Automatik auf Schalter

Automatik
Getriebe

Original von mkiv.com
Übersetzt von j.oe


Hier findet Ihr eine Anleitung zum Umbau eines Automatikgeriebe auf 6-Gang-Schaltgetriebe für den Supra TwinTurbo BJ '93 - '98, samt vielen Bildern. Ich gehe davon aus, dass Ihr die grundsätzlichen Fähigkeiten mitbringt, um ein Getriebe ein- und ausbauen zu können.
Der Großteil der benötigten Werkzeugausstattung sind Standardwerkzeuge für die Arbeiten am Getriebe.
In jedem Abschnitt werden alle erforderlichen Teile aufgelistet, um den Arbeitsschritt fertig zu stellen.
Prüft vor Arbeitsbeginn sorgfältig, ob Ihr alle Teile beisammen habt. Sehr zu empfehlen sind hier die Reparaturanleitungen von Toyota.
 
Schritt für Schritt - in der Reihenfolge wie ich's gemacht habe:
 
1. Umbau Fahrgastraum
2. Auto anheben und sichern
3. Ausbau Automatikgetriebe
4. Umbau Getriebe-Subtunnel
5. Einbau 6-Gang-Getriebe
6. Aus- und Einbau Differential mit Anbauteilen
7. Optionaler Umbau am Motor, Dämpfer am Flachtreibriemen-Spanner 

FAQ

Ans Limit gestreckt
normalen Aufbau (nicht auseinandergezogen)

Was kostet mich der Umbau ?
 
Das ganze wird euch mehrere tausendend Euro kosten, stark abhängig davon, was Ihr an Neu- oder Gebrauchtteilen bekommt. Den Löwenanteil kosten das Getriebe selbst, sowie den Kupplungskomponenten und Teile für das Differentialgetriebe. Ebenso auch hängt es davon ab, ob Ihr Euch jemanden holt, der euch beim ganzen Umbau mithilft oder ihr es zum Teil in einer Werkstatt machen lässt.
 
Wieviel Zeit nimmt das in Anspruch ?
 
Die Zeit kann stark variierenhängig, davon ob ihr ihn alleine macht, abhängig von Euren Fähigkeiten, Werkzeugen, sowie Verfügbarkeit aller nötigen Teile. 
Es Hilft ungemein sich das ganze Gedanklich durchchzugehen und zu prüfen, welche Teile ihr besorgen müßt. Je mehr Zeit Ihr Euch nehmt desto mehr denkt Ihr über Eure Arbeit nach- und das ist gut so.
 
Kann ich das Differential vom Automatikmodell nehmen ?
 
Grundsätzlich ja - aber - das Auto-Diff. hat eine Sekundärübersetzung von 3,77:1, das 6-Gang-Diff hingegen 3,27 (EU) od. 3,13:1(US). Ebenfalls braucht man die Auto-Kardanwelle und muss sie bis ans Limit auseinanderfahren. Damit verbleibt nur noch eine Überlappung von vllt. 2 od. 3 cm in der Verzahnung, um die ganze Kraft zu übertragen.

Ist Eure Sache zu beurteilen, wie lange das hält - oder auch nicht.
Wenn Ihr dauerhaft bei einem Auto-Diff bleiben wollt, dann besorgt Euch ein gebrauchtes vorderes Kardanwellenteil von einer 6-Gang-Supra. Hält auf jeden Fall zuverlässiger und passt wie Serie.
 
Ich bin ein paar Wochen mit dem Auto-Diff gefahren. Die Gänge fühlten sich sehr kurz übersetzt an. Tacho ging 20-25 km/h vor, Motortemperatur war leicht erhöht. Den 1. Gang konnte man fast gar nicht brauchen. Auf der Autobahn kam ich nicht ordentlich auf Tempo ohne in einem höheren Drehzahlbereich zu fahren, mit der Konsequenz höheren Spritverbrauchs. Insgesamt begeisterte mich das Fahrgefühl nicht wirklich.
Daher empfehle ich unbedingt ein 6-Gang-Diff.

1. Umbau Fahrgastraum

Kupplungspedal, Bremspedal und sonstige Umbauten im Innenraum

Hier die Explosionszeichnungen der benötigten Teile zum Einbau der Brems- und Kupplungshydraulik im Innenbereich.
Ihr braucht alles aus dieser Zeichnung. Gibt's als kompletten Teilesatz in einem Stück, die 2 Muttern werden auch benötigt - wie dargestellt.

Aus der folgenden Explosionszeichnung braucht man fast alles. Es sind zwei Schalter dargestellt: Einer davon wird benutzt, um das Auto nur bei durchgetretenem Kupplungspedal starten zu können. Den habe ich weggelassen, für 20 - 30 EUR fand ich das uninteressant - aber Ihr müsst selbst wissen, ob Ihr das unbedingt braucht. Es ist auch noch ein zweiter Schalter dargestellt, der den Tempomat aussetzt. da hab ich mich entschieden den einzubauen, kostet nur 10 € und ist nützlich (natürlich nur, wenn man einen Tempomat hat). Darauf achten, dass die Kontaktpunkte der zwei Federn mit Fett geschmiert sind, bevor man sie einbaut.

 

Von der folgenden Zeichnung braucht Ihr zwei Teile: Das Bremspedal für die 6-Gang-Version (schmaler als bei Automatik) und dessen Gummibelag. Euch wird auch auffallen, dass am Pedal oben ein kleiner Gummi fehlt. Den nehmt Ihr einfach vom alten Pedal ab und baut ihn am neuen an.

Lasst uns nun anfangen, die alten Sachen auszubauen, damit wir uns leichter tun:
 
A) Fahrersitz ausbauen, ebenso alle Teile unter dem Lenkrad. Es muss alles raus, damit man an die Montagestelle gut rankommt und hinsieht. Natürlich braucht Ihr geeignetes Werkzeug um das erledigen zu können.
 
B) Schaut Euch die obere linke Ecke unter'm Armaturenbrett an. Ihr findet ein vorgestanztes Stück in der Isolierung, entfernt dieses. Darunter findet Ihr drei vorgeprägte Löcher. Bohrt oder schneidet sie bis zur Markierung auf. Ich benutzte einen Bohrer für die kleinen Löcher; für das große nahm ich zuerst eine Bohrkrone und weitete es dann auf die richtige Größe auf - z. B. mit einem Schälbohrer.

Wenn Ihr fertig seid, sollte das Ganze so aussehen:

C) Testen, ob der Kupplungs-Geberzylinder sauber reinpasst:

D) Jetzt den Kupplungspedalsatz einbauen. In meinem Fall war es notwendig mit einer Klinge etwas von der Dämmung auszuschneiden - wie im Bild dargestellt. Ist bei Euch vielleicht nicht nötig:

Kupplungspedalsatz einbauen und am Geberzylinder mit 2 Muttern sichern. Auch die obere versteckte Schraube unter dem Armaturenbrett einbauen (suchen). Wenn das erledigt ist, den Kabelsatz für den Schalter anstecken. Man findet einen weißen Kabelbaum mit zwei Drähten in der Nähe jedes Schalters, einfach einstecken. Wenn Ihr den Schalter zur Startverriegelung über das durchgetretene Kupplungspedal nicht nutzen wollt,dann müsst Ihr diese zwei Drähte verbinden. ich habe einen kleinen Pressverbinder genommen.

Ihr seht ein viertes Loch, das wir nicht aufgebohrt haben. Das kommt zum Schluss. Wenn alles angeheftet ist, nimmt man die Bohrung in der Pedalfassung als Schablone und bohrt es durch. Scheinbar ist die Schraube die da rein gehört im Toyota Teilesatz nicht gelistet. Man nimmt einfach eine passende Schraube mit Mutter und Beilagscheibe. Um dort ran zu kommen muss das Vorderrad und die Radhausverkleidung ausgebaut werden.

E) Jetzt ist das Bremspedal dran. Das geht leicht. Einfach das Autom. Bremspedal ausbauen, 6-Gang-Bremspedal an die Mechanik dranbauen und wieder rein mit dem Ganzen.

Automatik
6-Gang

F) Optional: Das Gaspedal der Autom. unterscheidet sich von der 6-Gang-Version. Kann man trotzdem problemlos damit fahren. Ist nur für Enthusiasten, die einen "echten" 6-Gang-Umbau wollen.

Ebenfalls Optional: Unter dem Gaspedal sitzt der Kick-Down-Schalter. Den kann man auf Wunsch gegen den Pedalstopper der 6-Gang-Version ersetzen, wenn man will

Rechts der Kick-Down-Schalter - Links der Plastik-Stopper für's Gaspedal
Fertiger Pedalumbau

G) Wenn der 6-Gang-Umbau fertig ist, braucht Ihr die 6-Gang-Schalthebel-Konsole, oben in der Zeichnung eingekreist. Im unteren Kreis ist auch ein Befestigungsblech dargestellt:

Hier das Foto des Befestigungsblechs, aufgenommen an einer anderen Supra:

G) Optional: Ihr könnt auch den Drehzahlmesser tauschen. Bei der Automatikversion sind dort extra Anzeigen (O/D, P, R, N, D, 1, 2 usw.). Wenn Ihr das nicht wollt müsst Ihr den gegen den 6-Gang-Drehzahlmesser tauschen. Das ist aber reine Optik Sache. Der Autom.-Drehzahlmesser funktioniert einwandfrei, wenn Ihr den d'rin lasst:

H) Optional: 6-Gang-ECU: Die Supra läuft auch mit dem Autom.-ECU. Ich empfehle aber das 6-Gang-ECU. Es ist steuert Euren Motor besser. Zündzeitpunkte und andere Motorfunktionen sind hier auf 6-Gang-Betrieb abgestimmt. Das Auto-ECU verschiebt z. B. den Zündzeitpunkt an den Schaltpunkten.

2. Supra Aufbocken und sichern

  • Das Auto muss ca. 70 cm angehoben werden, um bequem darunter Arbeiten zu können.
  • Am besten vier 6-Tonnen-Böcke nehmen. Die halten das Gewicht leicht aus und gehen bis zur gewünschten Höhe
  •  Den Wagenheber müsst Ihr mit Holzklötzen auffüttern, damit Ihr auf die nötige Hubhöhe kommt
  • Ich habe mich entschieden, die vorderen Böcke unter den Motorträger zu setzen, anstatt an die Rahmenseiten. Damit kam ich flexibler an den Getriebebereich ran.
  • Hinten hab ich kleinere Böcke benutzt, weil ich keinen zweiten Satz 6-Tonnen-Böcke hatte. Ging auch, aber das Getriebe passte nicht sauber unter dem Fahrzeugboden durch. Daher vier 6-Tonnen-Böcke empfohlen.
  • Damit's keinen Verhau gibt, für reichlich Platz um's Fahrzeug rum sorgen. ich benutzte eine Doppelgarage.
  • Ihr braucht alle üblichen und auch unüblichen Werkzeuge. Schaut meine Umbauseiten durch und seht auch im Toyota Reparaturhandbuch nach, welche Werkzeuge man braucht, um dieses Projekt abzuwickeln.
  • Ich empfehle einen Getriebeheber - wenn verfügbar. Der macht die Sache leichter.

3. Ausbau Automatikgetriebe

Hierzu steht kein begleitender Text geschrieben. Es gibt nur folgende Bilderserie aus dem Reparaturhandbuch und Fotos:

 

4. Umbau des Getriebe-Subtunnels

Bevor das 6-Gang-Getriebe eingebaut wird, muss man den Getriebetunnel vom Automatikgetriebe auf den des 6-Gang-Getriebes umbauen. Das 6-Gang-Getriebe sitzt einige cm höher, der passende Tunnel dafür verschafft den nötigen Platz.
 
 Hier eine Zeichnung vom Toyota Karosserie-Reparaturhandbuch. Darin ist der Unterschied der beiden Getriebetunnel dargestellt. man sieht wie der Auto-Tunnel flach ist, der für's 6-Gang-Getriebe ist einige cm erhöht:

Folgende Teile werden von Toyota benötigt (in der Zeichnung eingekreist):

 
 

Die Teile aus der folgenden Zeichnung werden ebenfalls benötigt (mit einem Rechteck rundum):

 

Zuerst den Fahrersitz ausbauen, Handbremshebel, Mittelkonsole, Radio und Automatik-Wählhebel. Soviel Platz wie möglich schaffen durch die Ausbauten.

Die ABS-Sensorleitungen überhalb des Auto-Tunnels lösen und so wie gezeigt umbauen, sodass sie in den 6-Gang-Tunnel passen:

Als nächstes die Halterung der Handbremse abbauen, damit wird der bereich um den neuen 6-Gang-Tunnel frei damit er leichter reinpasst. Wenn man den Teppich ausbaut sieht man die Punktschweißverbindungen. Die muss man alle mit einem Bohrer ausbohren, der ein wenig größer ist als die Schweißpunkte:

Jetzt sind fast alle Schweißpunkte weg. Aber die zu lösenden Teile sitzen immer noch fest. Unterm Auto als nächstes den Gummi entfernen, der die Konsole noch hält. Ebenso muss man am oberen Teil der Konsole rumarbeiten um die abzubrechen, oder mit einem Dremel rausschneiden:

Und so sollte es aussehen, wenn man fertig ist:

Nun geht's ans Ausschneiden des Subtunnels. Dazu braucht man eine Stichsäge. An der Oberseite des Atutom.-Tunnels erkennt man leicht den Umriss, welcher sich bis vor unter's Radio erstreckt. Deshalb sicherstellen, dass alle Drähte aus dem Weg sind, bevor man sägt. Mit der Bohrmaschine bohrt man ein Startloch für die Stichsäge. Ich fing bei mir an der Oberseite an, bis ich in die nähe des Armaturenbretts kam. Den Rest des Ausschnitts habe ich unter dem Auto erledigt.

So sollte es Aussehen, wenn der Ausschnitt fertig ist:

 
 

Den 6-Gang-Tunnel muss man etwas abändern, warum ? Der 6-Gang-Tunnel ist ein Universalteil, das sowohl für LHD als auch für RHD Supras passt. Eigentlich hat er zwei Gewindebohrungen auf jeder Seite für die Handbremse. Man schneidet die Seite ab, die man nicht braucht (die Beifahrerseite muss ausgeschnitten werden). Der 6-Gang-Tunnel passt besser und leichter mit dieser Änderung.

So sollte das ausgeschnitten aussehen:

Hier die Teile, die ich abgeschnitten habe

Jetzt testen, wie der 6-Gang-Tunnel passt. Von der Unterseite des Autos aus einheben und sicherstellen, dass er gut passt. Ggf. solange nachbearbeiten bis das erreicht ist, er soll ja wirklich gut reinpassen. Auch die 2 Bohrungen für die Handbrems-Befestigungen müssen mit den Gewindebohrungen übereinanderliegen. Ich musste mit meinem Dremel die Löcher etwas aufweiten, damit die Schrauben hindurch in die Gewindelöcher des neuen Tunnels passten.

Nach dem die Passung des Tunnels und der Handbremse anprobiert ist, die Schrauben für die Handbremse d'rin lassen. Weitere Schrauben kommen dazu, damit der neue Tunnel hält. Ich habe vorne noch eine Schraube rein, wie in den Bildern zu sehen ist:

Nun noch eine Schraube auf der Beifahrerseite ... und die weiteren Schrauben sorgen dafür, dass sich der Tunnel gut anpasst.

Da ist eine Halterung, die zwischen Armaturenkonsole und Tunnel rein gehört. Während man weitere Schrauben reindreht und die Passungen prüft, versucht man diese Halterung auch mit einzupassen. Bei mir musste ich Muttern unter die Halterung beilegen, damit diese weit genug bis an die Armaturenkonsole reichte. Siehe die Fotos:

Sobald der Tunnel gut passt, alle Teile entfernen. Man besorgt sich eine Kartusche Karosseriedichtungsmasse oder Industriekleber und klebt damit den Tunnel in die Karosse, damit später keine Vibrationen zu hören sind. Außerdem sorgt das dafür, dass kein Schmutz/Wasser eindringt und die beiden Teile aneinander gefestigt werden. dauert bis zu einer Woche, bis das hart und trocken ist - also nicht wundern, klappt aber einwandfrei:

Den 6-Gang-Tunnel mit der Masse einsiegeln, aber nicht zu dick auftragen. Eine Kartusche geht sicher weg bei der Sache. Nun die Tunnel-Form von der Fahrzeugunterseite einsetzen und mit den Handbremse-Schrauben und den anderen Schrauben anziehen, siehe Bilder:

Mit der Masse habe ich auch alle Löcher abgedichtet, wie hier zu sehen:

Das meiste ist geschafft. Wenn dann später das Getriebe d'rin ist, wird es so aussehen:

5. Einbau 6-Gang-Getriebe

Hier müsst Ihr alle folgenden Teile für euer 6-Gang-Getriebe beisammen haben

Kupplungssystem und alles was dazugehört
Kupplungs-Nehmerzylinder
Schalthebel und alles drunrum
Schwungscheibe und Schrauben dazu (eingekreist)
Befestigungssatz für's 6-Gang-Getriebe
 

Die Trägerbrücke von der Automatik braucht Ihr auch. In der Automatik-Karosse passt die von der 6-Gang-Version nicht:

Nun muss man den Kabelsatz vom Auto-ECU ändern. Grundsätzlich braucht man das meiste von dem Kabelbaum gar nicht mehr (nach Belieben abschneiden). Nur zwei Dinge werden benutzt: Der Anschluss für die drei Leitungen vom Tachogeber passt problemlos am 6-Gang-Getriebe.

Das einzige was wir vom Auto-Stecker anschließen müssen, sind die Schaltleitungen vom Getriebe für die Rückwärtsgang-Leuchte. Dazu nimmt man den Kabelbaum mit dem grauen Stecker, wie im Bild dargestellt:

Den "gelben" und "schwarz/roten" Draht nehmen. Wenn man die beiden bei eingeschalteter Zündung verbindet, muss die Rückfahrleuchte angehen. So kann man es testen.

Nun muss man sich eine 2-polige Steckverbindung besorgen oder anfertigen, und diese jeweils an den Drähten vom Auto-Kabelbaum und den zwei Leitungen vom Getriebe anbinden (pressen/löten). Reihenfolge bzw. Polung spielt keine Rolle, ist ja nur ein Schließerkontakt.

Nun sind die Hydraulikleitungen der Kupplung d'ran. Man kann die Toyota-Teile nehmen- wie gezeigt. Oder probiert neine kostengünstige Variante aus

Getriebe fertigmachen und alle notwendigen teile d'ranschrauben

Jetzt haben wir den 6-Gang-Subtunnel fertig, die Verkabelung auch, Getriebeteile d'rangeschraubt, Kupplungshydraulikleitungen fertig. Jetzt muss nur noch das 6-Gang-Getriebe eingebaut werden. Man kann das nach der Anleitung im Toyota-Werkstatthandbuch machen, oder indem man diesen Link klickt:

mkiv.com/manual/manualtt/clutch_replacement/index.html




Hier einige Bilder von meinem Getriebeinbau

Einbau des 6-Gang-Diffentials, Kardanwelle und linke Achswelle

Folgende Teile werden benötigt:

- Toyota 42340-14140 6spd Linke Achswelle, List $352.40, at %30 off $247.88
- Toyota 37100-14810 6spd Kardanwelle, List $672.79, at %30 off $473.24
- Toyota 41110-14780 6spd Differential, List $2308.42, at %30 off 1623.74

Hier die Zeichnungen und Bilder der einzubauenden Teile - Differential, Kardanwelle und linke Achswelle.

Das hier ist das 6-Gang-Diff. Wenn man es von Toyota bestellt, kommt es fertig aufgebaut und einbaufertig, nur noch 75w90 Getriebeöl rein. Bei einem gebrauchten sollte man den Zustand kontrollieren und hierzu den hinteren Deckel kurz abnehmen - oder auch nach der Reparaturanleitung vorgehen zum Testen.

Hier ein paar Vergleichsfotos vom Automatik-Diff zum 6-Gang-Diff. Das 6-Gang ist größer in Längsrichtung. Auch die linke Seite ist breiter:

 
 

Das ist die komplette Kardanwelle. Die kommt in zwei Teilen, welche man beide braucht, falls ein A-Type-Diff verbaut war und jetzt ein B-Type Torsen-Diff rein kommt. Falls man die neu kauft, muss man beide Teile zusammen nehmen. Toyota liefert die nicht einzeln.

Hier ist das vordere Kardanwellenstück, das linke (kurze) ist für Automatik, das rechte (lange) ist fürs 6-Gang-Getriebe. Das kommt daher,weil das 6-Gang-Getriebe 44mm kürzer baut.

 

Das ist die linke Achswelle, und nur diese Seite braucht man neu. Weil die linke Seite des 6-Gang-Diffs größer ausfällt, musste Toyota die Achswelle etwas kürzen. Hier noch eine Tabelle mit den Unterschieden in Zahlen:

Rechte Achswelle:    6-spd  598,50mm,     Auto   598,50mm
Linke Achswelle:       6-spd  547,50mm,     Auto   553,50mm

Hier noch die Scans von der Toyota Reparaturanleitung für den Austausch von Diffential, Kardanwelle und Achswelle:

Differential:

Kardanwelle

Achse

Und hier noch ein paar Umbau-Bilder:

 
 

7) Dämpfereinbau für die Spannvorrichtung des Flachtreibriemens

In der 6-Gang-Version ist ein Dämpfer am Flachriemensystem verbaut. Bei jedem harten Schaltvorgang flattert der Federtopf der Riemenspannrolle. Dabei kannes im Extremfall dazu kommen, dass beim hin und her Federn als Reaktion auf abrupte Drehzahlwechsel der Treibriemen von den Laufrollen der Aggregate herunterspringt. Das soll durch die Dämpfung der Bewegungen des Spanners verhindert werden.

Teilenummern der hierzu benötigten Teile:
2x 91511-G0845
2x 90179-08153
2x 90979-08171
3x 90116-08348
1x 90901-16001
1x 16622-46010
1x 16621-46010
1x 16602-46010
1x 16620-46070

Obere und untere Befestigungsböcke mit Anbauteilen, Spanner und Dämpfer:

Als Nahaufnahme

 

Und so sieht's aus, wenn alles zusammengebaut ist

Automatikspanner im Vergleich zur 6-Gang-Version:

Und so sieht es im eingebauten Zustand aus

Hiermit wäre der Umbau abgeschlossen.
Viel Spass und vor allem viel Erfolg bei Eurem umbau