Während Block und Zylinderkopf gleich sind, gibt es bei der Peripherie des 2JZ-GTE Motors einige Unterschiede zwischen der Ausführung für den japanischen Markt und der für Europa und Nordamerika.
J-Spec
Export-Spec
Konsequenzen
Motorperipherie
Steuerung
weiche Einlass-Nockenwelle
Scharfe Einlass-Nockenwelle
Die weicheren Nockenwellen führen zu einem geringfügig besseren Ansprechverhalten des Motors und schnelleren Erreichen der maximalen Leistung.
Öffnungswinkel
224°
233°
Ventilhub
7.88mm
8.25mm
Einspritzdüsen
Hochohmig und schwächere Benzinpumpe
Niederohmig mit Vorwiderstand
Beim Erhöhen des Ladedrucks erreichen die kleineren Einspritzdüsen schneller ihre Grenzen. Viele Nachrüst-Motorsteuergeräte (z.B. AEM) erkennen keine niederohmigen Düsen
Durchsatz
440cm³
550cm³
Luftmengenerfassung
Drucksensor (engl. "MAP")
Heißdrahtluftmassenmesser (engl. "MAF")
Abgasrückfürung
Keine
AGR vorhanden
Eine AGR führt zu niedrigeren Verbrennungstemperaturen und Russ-Ablagerungen in Zylindern und Ansaugbrücke. Ohne AGR kann es zu Problemen bei der AU durch zu hohe Nox-Werte kommen.
Turbosystem
Turbolader
CT12b
CT12b
Die keramische Abgasturbine ist anfälliger. Sie hält einen Ladedruck von maximal 1.2bar aus, während die stählerne bis zu 1.6bar aushält. Auf der anderen Seite sprechen die keramischen Turbinen schneller an.
Durchmesser Abgasturbine
Einlass/Auslass 60/48mm
Einlass/Auslass 52/44mm
Material Abgasturbine
Keramik
Stahl
Durchmesser Verdichterrad
Einlass/Auslass 62/39mm
Einlass/Auslass 58/39mm
Wastegate
Schwächer
Beim Entfernen des 1.Katalysators im Hosenrohr (engl. "Downpipe") kann es zu einem unkontrollierten Ansteigen des Ladedrucks kommen. Das Wastegate der J-Spec benötigt einen Widerstand, z.B. Einen Restriktorring im Hosenrohr oder einen Sportkat.
Bypassventil
Keines
Vorhanden
Das Bypassventil ist für das "Prespooling" des zweiten Turboladers verantwortlich, sodass bei der Aktivierung des selbigen bereits Ladedruck vorhanden ist. Bei der J-Spec ist durch das Fehlen dieses Ventils das Einsetzen des 2.Turboladers mit einem leichten Ruck verbunden.
Elektronik
Traktionskontrolle (TRC)
Rein mechanisch
Zusätzlich elektronischer Eingriff ins ABS-System mittels TRAC-Pumpe
Die Traktionskontrolle der J-Spec reagiert nur beim Geradeausfahren.
Geschwindigkeitsabregelung
Bei 180km/h Unterbrechung der Spritzufuhr
Bei 250km/h Schließen der TRC-Drosselklappe
Bei der Exportversion lässt sich diese Sperre durch das Ziehen der Sicherung für die Traktionskontrolle umgehen (Bei Automatik-Fahrzeugen nicht zu empfehlen!!!). Bei J-Spec Fahrzeugen wird ein "Speed Cut Defender" (z.B. Von HKS oder Greddy) benötigt.
J-Spec Motorraum
Export Motorraum
Beschreibung zu unterer Abbildung
1: Abgasrückführung 2: TRAC-Pumpe, baut Druck im ABS-System für den Eingriff der Traktionskontrolle auf 3: Vorwiderstand für die Einspritzventile 4: Schrift auf dem Drosselklappengehäuse (Export: "TRACTION CONTROL" J-Spec: "ETCS" = "Electronic Throttle Control System") 5: Steuergerät für den Tempomat (kann in J-Spec vorhanden sein)
Vergleich Export-Spec und J-Spec Kennlinien
Die Abbildung zeigt die offiziellen Drehmoment- und Leistungskurven der japanischen 2JZ-GTE Version und der europäischen/nordamerikanischen Version. Die Kurven sind jeweils nach DIN-Norm ermittelt worden. Es fällt auf, dass die Drehmomentkurve der japanischen Ausführung (rot) schneller steigt, als die der Export-Version (blau). Dieses ist auf das bessere Ansprechverhalten der keramischen Turboladerschaufeln der Japan-Version zurückzuführen. Ihren Peak erreicht sie bei 3600 U/min bei einem Drehmoment von 431Nm. Die Drehmomentkurve der Export-Version erreicht ihren Peak erst bei 4800 U/min bei 441Nm. Das spätere Erreichen des Peaks bei gleichzeitig höherem maximalen Drehmoment im Vergleich zur Japan-Version ist ein Resultat der schärferen Einlassnockenwelle. Die Einlassventile schließen bei der Export-Version 50° nach UT, 9° später als in der Japan-Ausführung. Nach dem Peak bei 3600 U/min fällt die Drehmomentkurve der Japan-Version künstlich ab. Dieses ist ein Trick, um eine maximale Leistung von 280PS nicht zu übersteigen. Erkennbar wir das an der grünen Leistungskurve.